Zufälliges Zitat

"Du merkst, dass Du ein Ultra bist, wenn Du Dich wachlaufen musst um frühstücken zu können."

Sarah und Frank Hildebrand, 24h Seilersee

Nächster Ultramarathon

WASSER VON ALLEN SEITEN von Harald Heyde
Kritische Worte zu einem langen, nassen Lauf
Auf dem Weg hinauf nach Basdorf bei Kilometer 5 Wie gerne würde ich hier über einen herrlichen Landschaftslauf schreiben; von weiten Wäldern, romantischen Ufern, einem belebten Badestrand, Yachten mit weißen Segeln auf den glitzernden Wellen und vielen Zuschauern. Doch seit drei Jahren, als der Termin für den langen Lauf rund um einen der größten Stauseen Deutschlands vom Herbst in das zeitige Frühjahr verlegt wurde, sind die Wetterbedingungen und das Ambiente nur von Nässe und Kälte geprägt.
Vor vielen Jahren habe ich schon als Jugendlicher hier gezeltet; später wandernd und radfahrend die Umgebung dieses herrlichen Gewässers erkundet. Nun ist der See randvoll, doch menschenleer; die Hotels, Feriendörfer und Campingplätze verwaist; selbst Angler konnte ich am Sonntag keine entdecken.
Es mag gute Gründe, vielleicht sogar einen Zwang geben, einen Lauf durch eine solch schöne Landschaft vom sonnigen Herbst in den nasskalten März zu verlegen.
Trotz Landregen fröhlich durch Basdorf
Verpflegung mit heißem Tee nahe der Sperrmauer Doch wer als Läufer aus anderen Teilen Deutschlands jeweils nur zu dieser Veranstaltung zum Edersee kommt, muss einen tristen Eindruck mit nach Hause nehmen.
Dabei hätte der Lauf die besten Wetterbedingungen verdient, denn Ablauf, Organisation, Betreuung auf der Strecke und vieles mehr ist beispielhaft, fast perfekt. In diesem Jahr waren einige Abschnitte auf Waldwegen, sonst eine willkommene Abwechslung von dem anstrengenden Asphaltbelag, die reinsten Cross-Einlagen.
Sicher; wir sind auch in diesem Jahr ins Ziel gekommen. Doch die reine Freude war es nicht. Die Strecke schaffen; eine respektable Zeit erreichen - das ist für einen Lauf mit einer bei gutem Wetter traumhaft schönen Landschaft einfach zu wenig. Schade eigentlich; im nächsten Jahr werden wir erst am Sonntag morgen entscheiden, ob die Fahrt zum Edersee lohnt. Blick auf die Sperrmauer
Harald Heyde vom Marathon Team Waldhessen, http://www.waldhessenlauf.de/