Zufälliges Zitat

"I just sort of turn my mind off and look at the white lines, and see if I can keep between them."

Esmond Mah

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Alle zeigen - Bericht von Wolfgang Sacher zum Lauftage 100 KM Biel-Bienne:
Wolfgang Sacher , 18.04.2008

Biel - 2002

Biel, die Nacht der Nächte

Wieder einmal hatte sich eine Crew des OLC’s zusammengefunden, um in Biel zu bestehen.

Die Herausforderung ist groß.
100 km Biel hat seine eigenen Gesetze.

Jeder, ob Routinier oder Erstläufer, alle werden hier gefordert.
Die Leistungsabforderung geht bis an die Grenze.

Der Aufgabe stellten sich wieder einmal Walter Helmes als Kenner der Materie, Uwe Brückendick als Neuling, Hans-Jürgen Renschler, Holger Beckert als Ultra- Euro- Cup- Teilnehmer, sowie meine Person, bei meinem 3. Lauf.
Unsere Crew wurde mit Maria Marco, Halbmarathon und Monika Lange, Viertelmarathon noch aufgestockt. Und auch Uwe’s Eltern, sie wollten für Uwe die Fahrradbetreuung machen.

Erfreulich konnten wir in Biel wieder feststellen, dass einige bekannte LäuferInnen aus der Laufszene, wie auch aus unserer Region bekannte Sportvereinsvertreter hier waren.

Schon am Mittwoch konnten wir im Wetterbericht die ersten guten Meldungen entgegennehmen. Süddeutschland und die Nordalpen sollten zum Wochenende ein Hoch bekommen. Das hieß natürlich, scheinbar kein Regen, sowie im letzten Jahr. Also konnten sich Zuversicht, vielleicht auch eine gute Zeit, für jeden einzelnen hier Wirklichkeit werden.

Im Vorfeld wurde von Sabine Schimpf für uns im altbekannten Hotel Restaurant de la Truite die Zimmer bestellt und Karl Schubert aus Obertshausen, ein gestandener Marathoni, ergänzte unsere engere Crew. Er organisierte uns auch den fahrbaren Untersatz (VW-Bus, Jungfernfahrt) für die Fahrt.

Es war alles angerichtet.
Der Start konnte also kommen.

Donnerstag Nachmittag trafen wir bei Walter und Maria in Obertshausen ein. Karl mit Fahrzeug, Uwe, Monika und ich. Die Fahrt nach Biel ist nur durch einen kleinen Imbiss unterbrochen worden.

In Biel angekommen, fuhren wir gleich zum Eisstadion (Start/Ziel).
Dort konnte, wer noch wollte bei der Nudelparty, auch ohne Gutschein, zu schlagen ( alle Männer ). Der obligatorische Blutverdünner (Vino Tinto Biel 2002) war dazu die richtige Beigabe.

Danach fuhren wir ins Hotel, welches ca. 10 km außerhalb von Biel sich befand. Hier wurden wir herzlich von Fam. Schaltenbrand empfangen. Da die Küche zu dieser späten Stunde schon kalt war, ist uns eine reichhaltige Käseplatte mit Vino Bianco serviert worden.

Es war wie Urlaub.!

Um doch noch etwas Schlaf zu bekommen, wurde der Abend, noch vor dem Hahnenkrähen beendet.

Ausschlafen war angesagt.
Erst um 9.30 Uhr gab es Frühstück.

Freitag herrliches Wetter. Nach dem Frühstück fahren wir nach Biel, um die Startunterlagen abzuholen, Small-Talk war angesagt, bis wir uns zu einem Stadtbummel (etwas Shopping) durchgerungen hatten.
Da gleichzeitig zu den Bieler Lauftagen auch die Schweizer Expo stattfindet, hatten wir am Rande des Expogeländes ein Lokal ausfindig gemacht, wo wir unser Abschlußessen vor dem Lauf einnehmen konnten. Leider kein Steak de Chagall, welches ja beste Beine verleihen sollten (lt. OLC-Vorsitzender).

Danach legten sich die 100 km-Aspiranten noch einmal aufs Ohr.
Um 21.00 Uhr war Treffpunkt und letzte Lagebesprechung für den um 22.00 Uhr startenden 100 km Lauf in Biel.

Die Frage der anzuziehenden Laufklamotten entschied jeder für sich. Durch das strahlende Sommerwetter, war leichte bis superleichte Kleidung angesagt. Wobei alte Bielkenner wissen, bestes Sommerwetter läßt auch eine kalte Nacht erwarten.

Um 22. 00 Uhr ging der Start pünktlich los.
Mit Chip vom Veranstalter und dann jede Menge Läufer am Start ( ca. 2400 ).

Gewöhnlich stellt man sich, bei einem solchem Lauf, nicht direkt in die vorderste Linie. Beim Überqueren der Startlinie nach einiger Zeit große Verwunderung, denn hier waren keine Chip-Meßmatten. Erst bei ca. km 4 waren die Gummimatten zu überqueren!
Die ersten Kilometer im Stadtbereich wurden nicht nur vom warmen Wetter, sondern auch von viel Publikum begleitet.
Langsames Anlaufen war eigentlich angesagt. Doch durch die allgemeine Euphorie, muß man sich sehr unter Kontrolle halten. Das lockere Anlaufen ermöglicht dann aber viele Gespräche mit den Mitläufern.
Als diesjähriges Highlight war eine Streckenführung durch das Expogelände vorgesehen. Es war schon beeindruckend, wie der Läuferwurm sich über eine Stahlbrücke mit Serpentinen entlang windete. Alles war beleuchtet und wie das Hauptfeld auf der Brücke war, zündete man zusätzlich noch ein riesiges Feuerwerk. Läufer, wie Zuschauer waren begeistert.
Nach ein paar Kilometern durch die Stadt, wurde die „alte“ Biel-Laufstrecke wieder eingenommen.
Kilometer um Kilometer wurden abgespult.
Langweile kam, bis zum legendären Ho Chi Minh Pfad, nicht auf. Meistens lief man paarweise oder in kleinen Gruppen mit oder ohne Fahrradbetreuung.
In der Dunkelheit kann man zum Glück nicht jeder Steigung so richtig erkennen, man merkt eben nur, es geht schon wieder bergauf.
Die ersten Kilometer lief ich mit Karl, Cordula und Stefan Ott zusammen. Ab km 25 dann zusammen mit Ernst.
Am Ende des Ho Chi Minh Pfades spürte ich so langsam alle Muskeln in den Beinen. Um den Schnitt bis zum Ziel mit 7,50 halten zu können, nahm ich etwas an Tempo heraus und ließ Ernst alleine weiter laufen. Meine Beine wie auch die Füsse dankten mir dies. Sie hielten bis zum Ziel.
Bei km 70 hatte ich dann Hans-Jürgen eingeholt, er wollte scheinbar am Anfang zu viel. Bei km 90 hatte ich Ernst wieder eingefangen. Die restlichen Kilometer waren Freude und Leid zugleich. Viele Läufer hatte ich hier überholt, doch auch mir schmerzten die Beine und Füße.

Am Ziel angekommen war ich glücklich.

Für mich persönlich gab es wieder eine Bestzeit, und mein Ziel, vorne eine 12-Stunden-Zeit stehen zu haben, hatte ich erreicht.

Auch die direkte Betreuung hier am Ziel durch Moni, Maria und Walter zeigten mir „ der Weg ist das Ziel “ und es ist schön, es erreichen zu können.



Wolfgang Sacher



Teilnehmer aus der Region





100 Km Lauf BIEL Herren
Rang Name Vorname Ort Zeit (Brutto ) Kategorie Rang
57 Beckert Holger Offenbach 8:50.45,2 M 30 30
270 Bergert Rainer Rodgau 10:38.55,4 M 55 8
288 Walper Gerhard Rodgau 10:46.41,2 M 50 34
302 Roth Klaus-Peter Frankfurt 10:51.53,0 M 40 79
317 Kurth Michel Frankfurt 10:57.21,3 M 40 81
324 Schneider Thomas Frankfurt 10:59.14,0 M 40 82
339 Rohe Patrick-Peter Hainburg 11:06.17,7 M 20 15
368 Kässner Jürgen Frankfurt 11:20.17,7 M 60 18
391 Zietlow Hans Uwe Dietzenbach 11:26.02,4 M 55 16
519 Moses Michael Frankfurt 12:07.48,8 M 50 77
529 Brückendieck Uwe Offenbach 12:12.21,6 M 30 52
554 Schulz Reinhardt Heusenstamm 12:24.11,1 M 60 26
556 Kutschki Richard Frankfurt 12:24.25,7 M 40 126
591 Helmes Walter Obertshausen 12:39.43,8 M 55 46
635 Sacher Wolfgang Mühlheim 12:53.31,4 M 50 100
684 Jochimsen Ernst Heusenstamm 13:11.00,0 M 45 123
783 Schubert Karl Obertshausen 13:49.30,5 M 60 42
877 Ott Stefan Rodgau 14:40.27,4 M 35 128
891 Renschler Hans-Jürgen Basel 14:47.00,3 M 45 157
905 Winterwerber Klaus Frankfurt 14:57.59,4 M 60 54
926 Back Howe Seligenstadt 15:20.34,6 M 65 26
968 Lösche Helmut Frankfurt 15:49.26,4 M 65 30
1062 Straub Thomas Hanau 17:41.46,6 M 40 200
1147 Neckermann Wolfgang Obertshausen 19:34.01,5 M 60 80


100 Km Lauf BIEL Damen
81 Finzel Nora Frankfurt 13:11.37,0 W 35 24
108 Kraus Ursula Rodgau 14:13.48,9 W 50 12
146 Ott Cordula Rodgau 15:55.38,1 W 40 35


1/2 Marathon Lauf Biel Damen
82 Marco Maria Obertshausen 1:52.52,0 W 40 14


1/4 Marathon Lauf Biel Damen
81 Lange Monika Offenbach 1:08.26,6 W 50 7





© Wolfgang Sacher, 18.04.2008

Weitere Info's und Berichte zum Lauf:


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